
Das „Bike the Rock“-Festival gehört zu den festen Größen im internationalen Mountainbike-Kalender. Bevor kommende Woche mit dem tschechischen Nové Město na Moravě der erste europäische Weltcup-Stopp der Saison auf dem Programm steht, nutzen traditionell viele Hochkaräter das Rennen auf der Ostalb für einen letzten gezielten Test unter Wettkampfbedingungen. Auch das Albstädter Team DOWE SIMPLON reiste mit vier Fahrern zum zweiten Lauf der MTB-Bundesliga nach Heubach.
Den Auftakt ins Rennwochenende gestaltete Hendrik Krüger beim Kurzmarathon der Jugend U17. Auf dem anspruchsvollen Rundkurs mit rund 700 Höhenmetern konnte der junge Sportler seine zuletzt stetig steigende Formkurve eindrucksvoll bestätigen. Lediglich Jacob Glatt vom Team Stop&Go Marderabwehr war an diesem Tag eine Klasse für sich. Krüger folgte ihm nach 1:07:28 Stunden als starker Zweiter ins Ziel.
Am frühen Sonntagmorgen eröffneten die Junioren den Tag der „Cross-Country“ Wettkämpfe. Das Rennen zählte zugleich als Lauf der Junior World Series, was dem knapp 100 Fahrer starken Feld internationale Spitzenklasse verlieh. Für Maximilian Wagenstetter lautete das Ziel, vor seinem ersten Saisonhighlight in Nové Město noch einmal wichtige UCI-Weltranglistenpunkte zu sammeln und Selbstvertrauen zu tanken. Wie schon so oft musste der 16-jährige RSG-Athlet jedoch weit hinten ins Rennen starten und verlor dadurch in der Einführungsrunde wertvolle Sekunden auf die Spitze. Bereits nach der ersten der fünf Runden hatte er allerdings bereits 30 Mitstreiter überholt und sich weit nach vorne gearbeitet. In der Rennmitte zollte Wagenstetter der intensiven Startphase etwas Tribut, kämpfte sich aber zurück und zeigte in der Schlussphase nochmals eine starke Reaktion. Beim Gesamtsieg des Australiers Connor Wright belegte er letztlich Platz 31. Somit verfehlte er knapp das selbst gesteckte Ziel einer Top-25-Platzierung, zeigte aber eine respektable Leistung im internationalen Spitzenfeld.
Den Abschluss des Wochenendes bildete das Eliterennen der Herren. Tobias Steinhart und Niklas Scherer wollten den Schwung einer starken Vorstellung am Wilden Kaiser vom Vorwochenende mit auf die Ostalb nehmen. Beiden Fahrern gelang ein solider Start, und sie reihten sich direkt unter den besten 30 Akteuren ein. Als die Spitzengruppe um den späteren Sieger Adrien Boichis und den amtierenden deutschen Meister Luca Schwarzbauer das Tempo verschärfte, konnte Steinhart den Kontakt zu den Verfolgern nicht halten. Auch Scherer hatte in dieser Anfangsphase mit dem hohen Tempo mehr zu kämpfen. Im weiteren Rennverlauf, als sich die Spitzengruppe zunehmend ausdünnte, schaffte es Steinhart, erneut Anschluss zu finden, und sicherte sich in den letzten beiden der sieben Runden einen Platz in den Top 15. Auch Scherer steigerte sich gegen Rennende noch einmal deutlich und belegte am Ende einen starken 28. Rang. Den angestrebten Top-25-Platz verpasste er damit zwar knapp, zeigte sich insgesamt aber zufrieden mit seiner Leistung.
Die Saison ist nun in vollem Gange. Während Maximilian Wagenstetter in dieser Woche mit der Nationalmannschaft nach Nové Město reist, steht der Rest der Equipe beim nächsten Bundesligalauf im hessischen Gedern am Start.
Vom RSG-Dowe Team starte Daniel Leidereiter ebenfalls am Samstag in Heubach beim Kurzmarathon, er entschied sich kurzfristig für eine Nachmeldung zum Rennen und fand von Beginn an gut ins Rennen. Bereits am Startanstieg konnte er das hohe Tempo gut mitgehen und im weiteren Rennverlauf mehrere Fahrer überholen. Trotz Krämpfen auf den letzten Kilometern kämpfte er sich stark ins Ziel und belegte einen hervorragenden 3. Platz in seiner Altersklasse (seinen ersten Podestplatz). Im Gesamtklassement der Männer wurde er 24. von 65 Fahrern.
Am selben Tag wurde zudem der dritte Lauf des Schwarzwälder ADAC MTB Cups ausgetragen. Durch seine starke Platzierung in St. Märgen in der Vorwoche durfte Felix das Rennen aus der ersten Startreihe aufnehmen.
Direkt nach dem Start setzte er sich gemeinsam mit zwei Fahrern des B&W Merida Teams vom restlichen Feld ab. In den folgenden drei Runden entwickelte sich ein intensives Rennen an der Spitze.
Mit einer konstant starken Leistung verteidigte Felix souverän den 3. Platz bis ins Ziel. Der Vorsprung auf den viertplatzierten Fahrer betrug am Ende fast 50 Sekunden.
Somit konnten alle drei Fahrer, die am Samstag für die RSG Zollern-Alb an den Start gingen, einen Podestplatz einfahren.
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