Während die Weltelite des Mountainbike-Sports am kommenden Wochenende in Südkorea in den ersten Weltcup der Saison startet, nutzten zahlreiche Hochkaräter das Ötztaler Mountainbike-Festival in Haiming für einen finalen Formtest. Das Rennen in Tirol gilt als absoluter Klassiker und lockt durch die prestigeträchtige „Hors Catégorie“-Dotierung (HC) jährlich die Weltspitze an. Mit seinen extremen Wurzelpassagen zählt der Rundkurs zudem technisch zu den anspruchsvollsten Strecken im Rennkalender.

In der Juniorenklasse wurde das Rennen als Teil der „Junior World Series“ ausgetragen und war dementsprechend hochkarätig besetzt. Mittendrin: Maximilian Wagenstetter. Das Talent des Albstädter Teams DOWE SIMPLON, das dieses Mal im Trikot der Nationalmannschaft antrat, hatte sich für sein erst zweites World-Series-Rennen viel vorgenommen. Nach einem vielversprechenden Saisonstart peilte Wagenstetter einen Platz in den Top 25 an. Trotz einer schwierigen Startphase bewies er Kämpferherz, verpasste sein gestecktes Ziel am Ende nur knapp und überquerte als 32. die Ziellinie.

Erstmals schickte die Albstädter Equipe auch ihre U17-Talente ins Ötztal, da die nationale Nachwuchsbundesliga in diesem Jahr erstmals international geöffnet wurde. Wiedergutmachung geglückt: Nach einem gebrauchten Tag beim letzten Sichtungslauf in Hausach brannte Marlene Bilger auf Wiedergutmachung. Die junge RSG-Pilotin lieferte ein solides Rennen ab und erreichte nach knapp einer Stunde als 25. das Ziel. Ihr Fazit fiel gemischt, aber optimistisch aus: „Ich bin nicht ganz zufrieden, aber von der Kraft her war es auf jeden Fall wieder besser.“ Im über 100 Fahrer starken Feld der männlichen U17 (Foto) mussten David Schempp und Hendrik Krüger aus hinteren Positionen ins Rennen gehen. Krüger, der in Hausach noch vom Pech verfolgt war, zeigte eine beeindruckende Moral und kämpfte sich kontinuierlich nach vorne. „Ich hatte sehr gute Beine und bin echt zufrieden mit dem Ergebnis“, resümierte er glücklich. David Schempp, der mit dem Rückenwind eines dritten Platzes aus dem letzten Serienlauf angereist war, suchte sofort den Anschluss an die Spitze. Ein Sturz in der ersten von fünf Runden warf ihn jedoch aus dem Rhythmus. Trotz des Zeitverlusts kämpfte er sich zurück und belegte am Ende einen starken 13. Platz, rund 6:45 Minuten hinter dem belgischen Sieger Lars Peers.

Foto von Hendrik Krüger und David Schempp (Autor M. Krüger)

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