Extrem fordernde Bedingungen prägten die Deutsche Meisterschaft im Cyclocross am vergangenen Wochenende in Bensheim und verlangten den Athletinnen und Athleten alles ab. Während der Kurs am Samstag noch komplett im Matsch versank, gefror der aufgeweichte Untergrund in der Nacht auf Sonntag. Tiefe, harte Rillen, wechselnde Bodenverhältnisse und teilweise unberechenbare Streckenabschnitte machten die Rennen technisch äußerst anspruchsvoll. Zahlreiche Stürze zeugten von der Schwierigkeit des Kurses, sorgten aber zugleich für Spannung und Dramatik. Trotz der widrigen Umstände strömten sehr viele begeisterte Zuschauer an die Strecke und sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse. Die lautstarke Unterstützung trug zu einer echten Meisterschaftsatmosphäre bei und motivierte die Fahrerinnen und Fahrer zusätzlich, an ihre Grenzen zu gehen.

Mit am Start war auch Gabriel Sindlinger vom Team Dowe Simplon der RSG Zollern-Alb. Für ihn begann das Rennen unter schwierigen Voraussetzungen: Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit im Ausland konnte er im Vorfeld keine Bundesligapunkte sammeln und musste daher aus der vorletzten Startposition ins Rennen gehen. Bereits in der Startphase wurde er zusätzlich durch einen Sturz eines Fahrers im vorderen Startfeld behindert. Dennoch gelang Sindlinger zunächst eine solide Startphase. Mit einem konzentrierten und kontrollierten Fahrstil konnte er sich in der Startphase bis in die Mitte des Feldes vorarbeiten. In der ersten Runde folgte jedoch ein unglücklicher Zwischenfall: In einer Tragepassage verhakte er sich im Flatterband, was ihn viel Zeit kostete und nahezu bis ans Ende des Feldes zurückwarf. Nichtsdestotrotz startete Sindlinger eine engagierte Aufholjagd. Runde für Runde arbeitete er sich unter den schwierigen Bedingungen nach vorne, musste dem kräftezehrenden Kurs und den bereits entstandenen Rückständen jedoch Tribut zollen. Am Ende stand für ihn Rang 24 in den Ergebnislisten.

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